Pyro-Sponsor für den FC St. Pauli

Showact: Pyro! Ein Gruß für die "Höllenhunde auf dem Weg zur Hölle" Foto: Aylamillerntor via flickr: (cc by-nc)

„Der FC St. Pauli ist ein attraktiver Partner für Panda Feuerwerk. Der internationale Bekanntheitsgrad und die Emotionalität des Vereins passen perfekt zu unserer Unternehmensphilosophie“, sagt PeiPei Zhou, Geschäftsführer von Panda Feuerwerk. (via fcstpauli.com)

Bin ich der Einzige, der gerade diesen Sponsor sehr putzig findet, bei den aktuellen Diskussionen um Feurwerker in den Fankurven ;)

Aufarbeitung der Gewalt beim Schweinske Cup – Untersuchungskommission von St. Pauli Fans eingesetzt – Aufruf an Augenzeugen Berichte anzufertigen

Schweinske Restaurant Reeperbahn (Foto)
Schweinske Restaurant Reeperbahn (Foto)

Am 14. Januar 2012 haben die versammelten St. Pauli Fans im Rahmen der Diskussionsveranstaltung vom Fanladen St. Pauli im Centro Sociale nach den Vorfällen beim diesjährigen Schweinske-Cup beschlossen, eine unabhängige Untersuchungskommision einzuberufen. Mit Herrn Prof Dr. Feltes von der Ruhr-Universität Bochum konnte ein Mitglied des
wissenschaftlichen Beirats der DFL dazu gewonnen werden, diese federführend zu leiten.

Wir bitten daher alle Fans, ihre Beobachtungen und Gedächtnisprotokolle zu den Vorfällen beim Schweinske Cup 2012 an das Fanprojekt des FC St. Pauli, den Fanladen St. Pauli zu schicken. Per Mail an info@stpauli-fanladen.de oder per Post in die Brigittenstraße 3, 20359 Hamburg. Die Daten werden vertraulich behandelt, alle eingehenden
Berichte und Protokolle an die Untersuchungskommision weiter geleitet und abschliessend gelöscht und/oder vernichtet. Auf Wunsch werden die Protokolle auch nur anonymisiert weitergegeben!


Besucht euren Fanladen persönlich oder virtuell (www.stpauli-fanladen.de)
Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr sowie vor und nach den Heimspielen der Profis
Quelle: Fanladen St. Pauli, Brigittenstr.3, 20359 Hamburg
Tel. 4396961, Fax. 4305119, email: info@stpauli-fanladen.de

“Das ganze Stadion” Der Film als DVD im Verkauf

Es ist das kulturelle Highlight des Braun-weißen Kulturjahres 2011 gewesen: die stimmungsvolle Doku “Das ganze Stadion”.

Nun endlich gibt es den Film auch außerhalb von Programmkinos zu kaufen:

Der Verkauf der DVD startet beim Freundschaftsspiel jetzt am Samstag gegen Grashoppers. 2h vor dem Spiel sind wir am AFM Container und rund ums Stadion unterwegs. Nach dem Spiel auch noch.

Ab Samstag wird es dann auch DVD`s im Fanladen geben.
Bei allen weiteren Heimspielen läufts genauso, beim Public Viewing sind wir auch am Start.

In Berlin wird ja der Film nochmal im Kino gezeigt, (s.u) auch dort gibt es dann DVD´s. Bereits am Freitag abend nach der Vorführung im Kino und dann dauerhaft in der Astra-Stube Neukölln.

Oder online

last week on twitter

Diskurs: Ehrenamtlicher Präsident vs. Profi-Vorstand für den FC St. Pauli?

Im Verein wird diskutiert, und zwar um grundlegendes: Soll man das Ehrenamt aufgeben und einen Vollzeit- und bezahlten Präsidenten wählen?

Nach Bernd-Georg Spies im Abendblatt*, lanciert nu unser Präsident Stefan Orth das Thema in der Presse. In Fanschaft, Vereinsgremien und Presse wird wild spekuliert.

Über:

… die Zukunft als ehrenamtlicher Präsident: Grundsätzlich halte ich die Neutralität eines Ehrenamtlichen für sehr wichtig, aber man muss schon finanziell unabhängig sein, um die Aufgaben erfüllen zu können. Der eigentliche Beruf und die Familie leiden doch sehr. Im Fall St. Pauli fände ich ein hauptamtliches Präsidium sicher und besser. Anfang Februar sitzen wir mit dem Aufsichtsrat zusammen, da wird das ein Thema sein. – Mopo

Aber was hätte ein hauptamtliches Präsidium für Vorteile? Der Präsident wäre schonmal öfter da, soviel leuchtet auch mir ein.
Einen ersten öffentlichen Wink gab es ja schon auf der JHV, als Aufsichtsrat Koch den Hinweis gab, dass man der “starken Geschäftsführung” ein “starkes Präsidium” gegenüber setzen müsse. Lutz Wöckeners Frage im Hamburger Abendblatt zielt in dieselbe Richtung:

Kann ein ehrenamtliches Präsidium den Anforderungen noch nachkommen? Oder ist es zur reinen Kontrollinstanz der Geschäftsleitung verkommen?
Spies: Wir haben keinen Mangel an operativen Aufgaben, aber die aktuelle Situation ist aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht leicht. Ich sehe die Grenzen der Ehrenamtlichkeit.
-*HA

Und daraus ergeben sich für mich zwei Fragen:

1. Brauchen wir denn nun einen hauptamtlichen Präsidenten? Oder eher einen Geschäftsführer, der das tut, was das Präsidium will?

Mir erscheint zunehmend die Diskussion um ein hauptamtliches Präsidium als Herumdokterei an Machtstrukturen im Verein. Ist das Präsidium zu schwach für diesen Geschäftsführer, oder macht der Herr Meeske wohlmöglich gar nicht das, was er soll? Dann braucht es womöglich keinen hauptamtlichen Präsidenten, sondern einen neuen Geschäftsführer?

Der Eindruck, dass die Professionalisierung dieses Vereinsamtes eine Art leichterer Weg ist, drängt sich mir bei der Diskussion auf.

Und nun die 2. Frage, die personelle: Wer sollte denn dieser “hauptamtliche Präsident” sein? Wird der von der JHV gewählt? Oder vom Aufsichtsrat? Bernd Georg, hast Du da Interesse angemeldet? Stefan?

Ich bin auf die Diskussion gespannt und die Art ihrer medialen Vorbereitung ein wenig alarmiert. Die Diskussion scheint eröffnet …

A.C.A.B. vieldeutige Protestform statt Beleidigung #acabab

ACAB
ACAB Schriftzug am Millerntor (Polizeiwache DOM)

Ein Fan des KSC ist nun in der zweiten Instanz freigesprochen worden. Ihm war zur Last gelegt worden, dass das Halten des Spruchbandes “A.C.A.B.” im Stadion eine Beleidigung aller anwesenden Polizisten darstellt. Das sah nun ebenfalls das Berufungsgericht am Landgericht Karlsruhe anders “und hielt den Freispruch des KSC-Fans … aufrecht. Das Gericht sieht in dem Schriftzug weitere Deutungsmöglichkeiten als die von der Staatsanwaltschaft aufgeführte. Womit eine Verurteilung gegen das Grundrecht auf Meinungsfreiheit aus Artikel 5 im Grundgesetz verstoße. (Stadionwelt, 20.01.2012)

In diesem Sinne ein fröhlich-kritisches A.C.A.B.A.B. aus Sankt Pauli.

p.s. – warum sich dieser Einzelfall nicht als Allgemeingültig verstehen lässt, lest ihr bitte vorher beim Magischer FC nach.

Holocaust Gedenkveranstaltung am 27.1.2012 im Clubheim St. Pauli

Holocaust Gedenkveranstaltung
via Fanladen St. Pauli / fcsp.com

Am Freitag, den 27.01.2012, veranstaltet der Fanladen St. Pauli um 18 Uhr im Clubheim des FC St. Pauli zum dritten Mal eine Veranstaltung zum internationalen Holocaustgedenktag. Der thematische Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf der Verfolgung Homosexueller liegen.

Zu Beginn der Veranstaltung referiert der Historiker Moritz Terfloth über Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus. Danach berichtet Dirk Brüllau, Sprecher des Netzwerkes Queer Football Fanclubs, über Diskriminierung im heutigen Fußball allgemein und über den FC St. Pauli im speziellen.

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, an die Referenten Fragen zu stellen sowie angeregt und offen zu diskutieren. Anschließend wollen wir gemeinsam an der Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus vor der Südtribüne einen Kranz niederlegen sowie eine Schweigeminute einlegen.

Zum Abschluss laden wir zu einem gemütlichen Beisammensein bei Tee und Glühwein wiederum ins Clubheim ein.

Wann: 27. Januar um 18 Uhr im Clubheim FC St. Pauli

Oh NO, Lasse injured again

Lasse Sobiech got sprained ligaments (Bänderdehnung im Sprunggelenk) at the trainig camp in Oliva, Spain. He has to pause for a few days. Unfortunatley this injury happened on his birthday and right after a long term injury. Good Luck Lasse!

via welt.de

Dahin, wo es weh tut

Gibt es aus wissenschaftlicher Perspektive konkrete Anzeichen dafür, dass die deutschen Behörden im Allgemeinen, und die Sicherheitskräfte im Besonderen, ein Rassismus-Problem haben?

Kien Nghi Ha: Mehrere Studien aus dem Bereich der Rechtsextremismus- und Wahlforschung haben darauf hingewiesen, dass gerade Polizisten und Beamte überdurchschnittlich stark rechtsextreme Parteien wählen und mit ihrer autoritären, rassistischen und extrem nationalistischen Ideologie sympathisieren. Allerdings sind Polizisten beruflich besonders belastet, da sie fragwürdige Gesetze etwa in Form von Kontrollen und Verhaftungen auf Basis von „racial profiling“ oder das menschenrechtlich bedenkliche Abschiebungssystem in die Praxis umsetzen und sich damit identifizieren müssen. Der Rassismus bei der Polizei darf nicht länger als persönliches Fehlverhalten oder bedauerliche Ausnahmen verharmlost oder verdrängt werden, sondern muss als institutionelles Problem ernst genommen werden.

Das ganze Interview findet sich hier, via Lichterkarussel.