Sebastian Schachten: “So laut habe ich das Millerntor lange nicht mehr empfunden”

"Das hier ist Fußball, das hier sind Dramen"

Man sah nach dem Spiel lauter gut gelaunte Verlierer rund um das Millerntor. Die Fans des Brauseklubs aus Leipzig hatten ihr erstes Auswärtsspiel am Millerntor zwar verloren, aber selten gewordene Eindrücke mitgenommen. Zu was das Millerntor in der Lage ist, wenn es um die Wurst geht, konnte man zur Mittagsstunde am Sonntag nicht unbedingt erwarten. Am Ende wurde es das lauteste Spiel des Jahres – mit einer fightenden Mannschaft und einem entfesselten Millerntor.

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Auf Sankt Pauli brennt noch Licht. Noch.

Screener Kneipe St. Pauli Jan Delay

Heute Nacht bin ich schweißgebadet aufgewacht und brauchte eine Weile, um zu begreifen, dass das Bild, das ich vor Augen stehen hatte, keine Erinnerung, sondern ein Traumbild war: Ich sah Jan Delay auf einem Kran stehend, der vor der provisorischen Tribüne der Nordkurve “Auf St. Pauli brennt noch Licht” singt. Neben ihm steht Thees Uhlmann mit seiner Gitarre und grinst mit Weihnachtsmütze im Gesicht doof in die Gegend.

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Jetzt ist Zeit für “bedingungslose Optimisten”

Nordkurve

Lächelnd knufft mir A. in die Seite, als ich Mitte der zweiten Halbzeit mir noch ein 3:2 herbei wünsche. “Du bist echt ein hoffnungsloser Optimist”. Immerhin, mein Wünschen reicht zu einem wunderschönen Abseitstor von Verhoek; ein Fallrückzieher ohne Wert. Dem FC St. Pauli gelingt der Anschluss nicht mehr, in der Tabelle verliert er ihn zum Mittelfeld und trudelt gen Abstiegszone.

Nun sind gerade Optimisten gefragt; so wie ich, erinnern sich viele Gutwünscher gerade an eine ähnliche Saison, wo der FCSP in der Liga schwächelte, damals der ganzen Republik aber im Pokalwettbewerb das Fürchten lehrte. Das Millerntor war damals noch ein bruchreifer Erdhaufen und doch eine Trutzburg des “Es wird schon noch, das Happy End”.

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“Für immer mit Dir” – Abschiedsspiel für Fabian Boll am 11.10.

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BOLLzen am Millerntor am 11. Oktober 2014

In der bewegten und bewegenden Geschichte des FC St. Pauli ist die Liste an herausragenden Persönlichkeiten ebenso lang wie bunt. In der Frage, welche dabei gemäß ihres Wirkens zu den nachhaltigeren gehören, dürfte Fabian Boll sicher sehr weit oben stehen. Der defensive Mittelfeldspieler, seit 2002 in Diensten des Kiezclubs, überzeugte während seiner aktiven Laufbahn auf und abseits des Platzes auch durch Worte, aber noch viel mehr durch Taten. Diesem Credo folgt der gelernte Kriminaloberkommissar nun auch in seinem Finale, das bezeichnenderweise unter dem Motto steht: FÜR IMMER MIT DIR.

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“Kein Millerntor dem DFB” – Beim Nationalmannschaftstraining am Millerntor wird der Spruch “Kein Fussball den Faschisten” auf der Gegengerade abgehängt.

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“Kein Fussball den Faschisten” ist eine wesentliche Aussage am Millerntor, und hängt seit Jahren an der Gegengeraden; seit dem Neubau über die gesamte Tribüne. Heute nicht, grünes Plastik verbirgt den Part ” … den Faschisten”, denn heute trainiert die Deutsche Nationalmannschaft am Millerntor. In meinen Augen ein Skandal, der auch nicht mit einer politisch neutralen … Mehr lesen

Regionalligagedächtniskick gegen Aalen (mit A-A), alle Bolls mit katastrophaler Leistung

Flagge "17" Gegengerade

“So ging das hier drei Jahre lang”, erklärte ich Annika, einer Freundin meiner Tochter, die das erste Mal am Millerntor war, als sie mich auf die Bewegungslosigkeit der Boys in Brown ansprach. Cheftrainer Roland Vrabec hatte nach einem empathischen Impuls alle 11 Positionen des FC St. Pauli mit “Bolls” besetzt und damit den Startschuss gegeben zu einem Abschiedsspiel, dass Hamburg so schnell vergessen wird, wie Goldfische ihre letzte Runde um die Schatzkiste.

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Könnt ihr euch ein Millerntor ohne Flutlichtmasten vorstellen?

close up Flutlicht Millerntor

Zur Sommerpause 2014 soll Schluss sein mit der magischen Beleuchtung von schräg oben, die diese typischen Mehrfachschatten an die Boys in Brown leuchtet. Ich kann mich mit dem Gedanken nicht so richtig anfreunden, auch wenn ich die Argumente, dass die wuchtigen Stahltungetüme langsam marode werden und außerdem von den Dächern der neuen Tribüne eine viel … Mehr lesen

Immerhin Derbysieger :( Das Highlight einer Heimneiderlage gegen den VfL Bochum war eine Lautsprecherdurchsage

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Den Bericht über das Bundesligaspiel FC St. Pauli gegen den VfL Bochum beginne ich am besten von hinten. Die Sonne scheint und der kräftige Südost schickt kleine Wolken unter der Frühlingssonne übers Millerntor. Mit mir stehen da noch hundert andere auf der Gegengerade, wollen irgendwie nicht nach Hause gehen, als ob sie noch was erwarteten. Geht hier noch was?

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Gegen-Gerade

"Kein Fußball den Faschisten", Schriftzug

L: Millerntor, Stadion des FC St. Pauli. Gegengerade

Etwas mehr als 24 Stunden vor dem Spiel gegen Sandhausen liegt das Millerntor friedlich in der Herbstsonne. Auf der Süd machen eine Handvoll Frauen Gymnastik und auf der Haupt präsentieren sich zukünftige Arbeitgeber jungen Talenten (Online Karrieretag im Ballsaal). Die Höhensonne wärmt den Schattenrasen vor der Süd, und nu kann ich endlich mal meine/ unsere … Mehr lesen

Reach out and touch (somebody’s hand) – vom Erlebnis singend über die Reeperbahn zu spazieren

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Can You sing with me?: Reach out and touch Somebody’s hand. Make this world a better place, If you can. – Diana Ross 1983, Central Park, New York City Ich bin ja immer noch beseelt gewesen von dem Soul-vollen Abend in der Motte mit Love Newkirk und Randall Hutchins vom Wochenende – und gestern vor … Mehr lesen